17. Mai 2018

17. Mai 2018, Donnerstag
Position unbekannt


Vor vielen Jahren hatte ich interessehalber mit meiner damaligen Freundin mal ne Kreuzfahrt gemacht.
Doch von Glanz und Gloria der Schiffsreisen in meiner Fantasie blieb nur der Eindruck von Massentourismus auf engstem Raum.
Mit romantischer Seefahrt oder gar nem Hauch von Abenteuer hatte das nichts zu tun
Gehetzte Ausfluege mit Zeitlimit, immer in Gruppen mit nervenden Mitreisenden, alles bis ins kleinste organisiert und alles ist jedesmal extra zu zahen.
Im Prinzip empfand ich das Kreuzfahrtschiff als schwimmendes Ghetto.

Der Traum der Kreuzfahrt ist zum billigen Massentourismus geworden!
Aber es geht auch anders:
Vor Langkawi lag die Star Clipper, ein wunderschoener Segler fuer den gehobenen Geldbeutel, wer es sich leisten kann sollte eine solche Schiffsreise auf jeden Fall den schwimmenden Stahlghettos vorziehen!

Dennoch, kein Vergleich zum eigenen Kiel.
Denn mit diesem sind wir unabhaengig von allem organisierten, geplanten und den Massen anderer Menschen.
So segeln wir von Insel zu Insel, besuchen Buchten, einsame Straende oder durchstreifen Dschungel und die einzigen Menschen denen wir begegnen sind manchmal andere Segler oder freundlich winkende Fischer in ihren kleinen knatternten Booten auf ihrem Weg zu den Fanggruenden.
Wir sind im Sueden der 2. groessten Insel des Langkawi Archipels, Palau Dayang Buting.
Abends, wenn die Hitze des Tages etwas nachlaesst, kommen neugierige Affen oder Otter an den Strand oder an den Rand des Dschungels, der bis zum Meer reicht.
Wir beobachten sie von Bord aus.
Hier und da durchstreifen Delfine gemaechlich die Bucht, waehrend im Westen die Sonne untergeht und das Abendliche Konzert des Dschungels fuer die musikalische Untermalung sorgt.

Ich denke an Roy Black und Anita, an die Biene und das Stachelschwein,
schoen ist es auf der Welt zu sein ;)

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