Tuamotus

25. September 2011, Sonntag
15° 10' 22" S, 147° 42' 0" W


„Die Tuamotus? Sie möchten von Tahiti aus nach Nordost?! Das wird hart!“
Der Hafenmeister, bei dem wir uns abmelden müssen, bevor wir Papeete verlassen, sollte recht behalten.
Normalerweise segelt man von hier aus mit Wind und Welle in Richtung Westen, aber um es kurz zu machen:
Nach all den Jahren an Bord der Odin und etlichen harten Wettern, war mir diesmal zum ersten mal richtig flau im Magen.
Ja, nennen wir das Kind beim Namen......ich glaub ich war SEEKRANK!
Und hätte ich am Tag der Abreise nicht ein solch leckeres Rindersteak gegessen, welches ich auf jeden Fall bei mir behalten wollte, so hätte ich bestimmt die Fische gefüttert.
Nun ja, nach der ersten Nacht waren mir schon wieder „Seebeine“ gewachsen und das flaue Gefühl im Magen war verschwunden.
Nichts desto trotz, war der Kurs den wir 48 Stunden hoch am Wind bolzen mussten, einer der unangenehmsten seit langem.
Wir sind nun auf Rangiroa, was so viel bedeutet wie „der weite Himmel“.
Dieses Atoll ist, mit seinen 80 km Länge und bis zu 32 km breite, das zweit größte der Welt.
Es ist so groß, dass man, bedingt durch die Erdkrümmung, die andere Seite der Lagune nicht erkennen kann.
Trotzdem kann man nur durch einen von zwei Pässen zu ganz bestimmten Zeiten in sie hineinfahren, da ansonsten die Gezeitenströme zu stark sind.
Nun liegen wir, in ihrem ruhigen in allen Blau und Aquamarin schimmernden Wassern vor Anker, bunte Fische schwimmen um die Odin und wie sollte es anders sein, mit einem mal sind alle Strapazen dieser Überfahrt vergessen ;o)

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