Spuren des Kanibalismus

15. Juli 2011, Freitag
8° 49' 33" S, 140° 5' 4" W


Hart am Wind kreuzt Odin an der Nordküste Nuku Hivas in Richtung Osten.
Wir wollen gegen Wind und Wellen, in eine Bucht und einen kleinen bezaubernden Ort Namens Hatiheu.
In seiner Nähe befinden sich die bekanntesten Ausgrabungsstätten der Marquesas.
Wir besuchen die Ruinen der alten Kultorte, an denen man, neben anderen, auch Menschenopfer den Goettern brachte.
Eine Franzoesische Archelogin, die wir zufällig treffen, gibt uns einen kostenlosen Vortrag über die faszinierende Kultur und die Geschichte des alten Polinesien.
Eventuell scheint uns das rauhe, oft unbarmherzige Leben der Ureinwohner dieser wilden Inseln etwas hart, aber es war wohl der damals richtige Weg, hier in der Mitte des pazifischen Ozeans zu überleben.
Unzivilisiert war es auf gar keinen Fall. Im Gegenteil!
Viel koennen wir noch heute, von der komplexen Kultur der damaligen Bewohner der Marquesas lernen. Sie lebten im Einklang mit der Natur und respektierten diese und alles Leben als heilig! Diese Kultur wäre heute ein Paradelehrstück für so manchen geldgierigen skrupellosen Rohstoff Spekulanden.
Mal ehrlich, da fällt so ein bisschen Menschenfresserei, wie sie hier noch bis ins 19.Jahrhundert üblich war, doch kaum ins Gewicht ;o)

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