06. September 2010

06. September 2010, Montag
Position unbekannt


Wir wollen zwar nicht- aber wir müssen unser Inselparadies kurzfristig verlassen, denn so langsam aber sicher geht uns der Proviant aus. Immer nur Lobster und Fisch ist ja auch nichts für ´nen deutschen Magen ;o)
Nahe am Festland liegen die beiden mit einer Brücke verbundenen Inseln Nargana und Akuanusatupu, direkt am Mündungsdelta des Rio Diabolo.
Welch ein Unterschied zu den Inseln draußen auf dem Meer. Die Indianer hier haben beschlossen ihr traditionelles Leben aufzugeben und sich der Zivilisation zu öffnen.
Wie eine Seuche fallen amerikanische Missionare über diese Menschen her und verkünden die „frohe Botschaft“ des Christentums.
Unglaubliche fünf Kirchen verschiedenster Sekten, wie Mormonen, Baptisten, Katholiken, freie Evangelen usw. mit den dazugehörigen christlich verzückten Spinnern, sind hier auf Seelenfang.
(Unfassbar – fünf Kirchen aber nur eine „Bar-Restaurant-Kneipe“).
Warum lässt man den Kunas nicht ihren seit Jahrhunderten überlieferten Glauben?! Haben wir nichts aus der Geschichte gelernt???
Statt Fisch, Bananen und Kokosnüsse werden nun die „Segnungen“ der westlichen Zivilisation verpackt in Plastik genossen.
Doch wohin mit dem ganzen Müll?
Vielleicht wäre es eine sinnvolle Aufgabe für die „Verkünder der frohen Botschaft“ den Menschen hier klar zu machen, dass eine Plastikflasche eine andere Verrottungszeit hat als eine Bananen-, oder eine Kokosnuss-Schale die man einfach ins Meer wirft. Trotz allem sind die Kunas auch hier von einer unglaublich herzlichen Freundlichkeit und wir genießen erstmal die „Zivilisation“.
Wir waschen Wäsche, kaufen in dem lokalen Supermarkt mit Parkplätzen direkt vor der Tür (hahaha kleiner Witz, es gibt kein einziges Auto auf der Insel), füllen unsere Wassertanks und genießen das bescheidene Angebot an frischem Obst und Gemüse.

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