Rio Necuesa

26. August 2010, Donnerstag
Position unbekannt


Lautlos gleiten wir mit unserem Dinghy durch das zähfliessende Wasser des Rio Necuesa.

Wir haben den Motor ausgeschaltet und paddeln durch den Urwaldfluss am panamaischen Festland.
Die Geräuschkulisse ist sagenhaft.
Allerdings bekommt man von ihren Verursachern, den Papageien, Affen usw. kaum etwas zu sehen. Auch von den Krokodilen, die hier im Fluss leben, sieht man nur die aufsteigenden Luftblasen in den trüben Fluten. Mangrovenbäume mit gigantischem Wurzelwerk, Luftwurzeln die aus dem Himmel nach unten zu wachsen scheinen. Die unglaubliche Vegetation und der betörende Duft des Dschungels verzaubern uns.
Bis auf ein paar Indianer, die uns in einem Einbaum entgegenkommen, gab es keinerlei Hinweis auf menschliches Leben.

So ähnlich müssen sich die Konquistadoren vor Jahrhunderten auf der Suche nach Eldorado gefühlt haben (außer dass diese in ihrer Gier, die entgegenkommenden Indianer sofort christianisiert, umgebracht oder versklavt hätten).

Wir haben mit Odin nahe am Mangrovenufer des Waldes geankert um jede Nacht das spektakuläre Urwaldkonzert so intensiv wie möglich zu erleben. Ein Konzert, aufgeführt seit Jahrtausenden – ein wahrer Dauerbrenner und wir sind die einzigen Gäste. Fantastisch!

Werbung