Havanna

15. März 2010, Montag
23° 8' 25" N, 82° 21' 12" W


Irgendwie müssen wir in Havanna unwillkürlich an Lebra denken, eine Krankheit bei der Menschen am lebendigem Leibe verfaulen.

Havanna lebt und dennoch fault es seit über 50 Jahren an der Revolution.

Daran kann auch das Make up für den Touristenkern in der Altstadt nichts ändern.
Aber die für Ausländer renovierten Häuser zeigen den ehemaligen Glanz und die Pracht dieser Stadt.
Allerdings haben nicht nur wir die Möglichkei zu vergleichen, sondern auch die Kubaner, welche in den baufälligen, rattenverseuchten Häusern leben!

Dem Touristen mangelt es an „fast nichts“ während die Bevölkerung selbst von ihrer Regierung als Menschen 2. Klasse behandelt wird.
So ist es nicht verwunderlich, dass viele die einzige, wenn auch illegale Möglichkeit nutzen um ihr Leben etwas zu verbessern: Touristen!

Alle Devisen gehen direkt an die Regierung, aber viele versuchen von diesem Kuchen illegal etwas abzubekommen.

Über 100 mal am Tag werden wir angequatscht, ob wir nicht Zigarren, Rum, private Zimmer, private Restaurants, private Taxis usw. brauchen.

Zwar gehen diese Schlepper ein hohes Risiko ein, denn die Polizei und Geheimpolizei, die wie Heuschrecken über die ganze Stadt verteilt sind, wollen natürlich dass das Geld beim Staat bleibt, dem ohnehin alles gehört.
In den staatlichen Hotels in Havanna ist das Personal zwar gigantisch unterqualifiziert aber zum Großteil „professionell unfreundlich“.
Oft hören wir in den Restaurants, nachdem wir aus der Karte bestellen, dass es dies oder das heute nicht gibt, obwohl die Auswahl ohnehin mit 2-3 Menüs. sehr „überschaubar“ ist.
Also Mangelwirtschaft selbst im Tourismus-Bereich!

Wir bekommen eine Ahnung davon wie sehr das Volk unter 50 Jahren der Revolution, dem System, sowie dem idiotischen Handelsembargo der USA leidet.

VIVA LA REVOLUTION – GOD BLESS AMERICA.

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