Ironie des Schicksals

15. Februar 2009, Sonntag
14° 44' 43" N, 61° 10' 42" W


Fast wie auf einer Hollywoodschaukel, dem Relikt der Wirtschaftswunderzeit, werden wir
von Odin hin und her gewiegt.
Sanft plätschert die Dünung kleine Wellen an den schwarzen Kilometerlangen Lava-Sandstrand von St.Pierre und hoch oben trohnt Majestätisch der Vulkan Mont Pelee.
An Land ist Markttag, jeder versucht sein Schnäppchen zu machen, sei es nun beim Kaufen oder beim Verkaufen.
Man braucht bei all der Friedfertigkeit dieses Bildes, schon viel Pantasie um sich die Apokalypse vorzustellen, welche am 8.Mai des Jahres 1902, Morgens um 7.50 Uhr hier über diese Idylle einbrach.
Urplötzlich zerbarst der Gipfel des Vulkans, heiße Asche, Lava und Geröll wiesen den Menschen in seine Schranken, zeigten ihm, daß er nicht Herr über die Welt ist, sondern zufällig geduldetes kleines Teil eines großen Ganzen.
Innerhalb von Minuten fanden alle 30.000 Einwohner der damals wichtigsten Metropole der Karibik den Tod.
Ironie des Schicksals:
Nur Louis Auguste Cyparis, der wegen Mordes in einer Zelle auf seine Hinrichtung wartete, war einer der beiden einzigen Überlebenden der Katastrophe

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