Jagd auf Kopffüßler

17. August 2008, Sonntag
40° 35' 55" N, 8° 12' 4" E


Okay, ich habs kapiert (auch wenn es bei Frauen wohl etwas länger dauert): Leckere Fischfilets und Oktpusse wachsen nunmal nicht auf Bäumen. Wer sie frisch und lecker haben will muss jagen und töten.
Wir liegen in der Bucht von Porto Conte/ Sardinien, Wassertiefe vier bis fünf Meter, optimales Jagdrevier für die Kopffüßler.
Johannes und Dominik, von der Dorasy, nehmen mich mit zum Speerfischen (natürlich ohne Sauerstofflaschen) und zeigen mir, wie man den Tintenfisch auch mit der Hand fangen kann und wie man ihn ins Jenseits befördert (Einfach den Kopf umstülpen und alle Innereien herrausreißen).
Allerdings muss das schnell gehen, sonst hat man sich beim spielen und beobachten an sie gewöhnt.
Beim tauchen habe ich diese inteligenten Tiere, welche an Land so plump und glitschig wirken, aber unter Wasser die Eleganz einer spanischen Flamencotänzerin haben, schon oft bewundert.
Ihre Fähigkeit sich wie ein Chamälion der Umgebung farblich anzupassen, ist wirklich eines der faszinierendsten Schauspiele der Unterwasserwelt.
Um sie essbar zu machen muss man nach ihrem Tod, den noch immer sich bewegenden und saugenden zukünftigen Schmaus mindestens 50 Mal auf einen Felsen hauen, zwei Stunden kochen und lecker ist er!
Es kostet zwar einige Überwindung und es ist gewiss einfacher einen tiefgefrorenen Oktopus im Supermarkt zu kaufen – aber stolz wie Oskar über die selbstgefangenen Oktopusse schmeckt es nochmal so gut!

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