Salomonen, wir erleben eine der letzten Paradiese

23. Januar 2017, Montag
9° 6' 33" S, 159° 9' 16" E


Die Seekarten fuer die Salomonen sind die reinste Katastrophe.
Nur wenig ist erschlossen und das wenige was vermessen ist, stammt aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Fast nichts stimmt mit der Realitaet 2017 ueberein.
Wir wollen Doerfer kennenlernen,, die nicht allzuoft von Yachten besucht werden.
Allerdings birgt dies natuerlich auch das Risiko auf ein Riff zu laufen, besonders wenn wir in Lagunen einlaufen, in die Dschungelfluesse mit ihren Sedimentreichen Wasser muenden. Dann ist die Sicht gleich null und wir tasten uns Meter um Meter zum Ankerplatz.
Kamikazesailing!!!
Manchmal hatten die Doerfer seit Jahren keine Yacht mehr gesehen und dementsprechend gross ist die Sensation wenn wir einlaufen.
Wer Wert auf Privatsphaere legt ist hier fehl am Platz. Aber schliesslich wollen wir de Menschen ja auch kennenlernen und so nehmen wir es hin, dass von frueh bis spaet immer ein paar Leute an der Bordwand stehen. Manchmal reden sie gar nicht, sondern schauen uns nur an, als seien wir exotische Tiere im Zoo.
Auch hier hat der zweite Weltkrieg seine Spuren hinterlasen und so finden sich noch etliche verrostete Pantons der Japanischen Armee in der Bucht...oder sind es Amerikanische???
Wir geniesen die Zeit, erkunden die Dschungelfluesse mit dem Beiboot und vermeiden trotz der Hitze die Fuesse ueber den Rand ins Wasser haengen zu lassen, denn hier und da sehen wir eines Leistenkrokodil mit recht hungrigem Gesichtsausdruck.

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