Zeugen des Wahnsinns

08. Dezember 2016, Donnerstag
9° 27' 55" S, 160° 0' 17" E


Honiara, die Hauptstadt der Salomonen, geboren aus einem US Millitaercamp im 2. Weltkrieg ist die wohl haesslichte und schmutzigste Stadt im Suedpazifik.
Vom Hafen wollen wir erst gar nicht reden, denn dieser ist so offen und ungeschuetzt, dass schon bei normalen Windverhaeltnissen das Schiff vor Anker die tollsten Breakdance Bewegngen vollfuehrt.
Kurz gesagt: totale Scheisse!
Aber wir muessen hier eine Weile bleiben, uns neu verproviantieren, Diesel und Benzin bunkern, Behoerdengaenge erledigen, Visa verlaengern und mal wieder Mechanike Rroulette spielen.
Es ist immer ein Gluecksfall, wenn die Jungs es nicht gleich ganz kaputt machen. Wir sind guter Dinge, denn es ist nur ein kleines Problem mit unserem Aussenborder fuers Beiboot. Naja, manchmal klappts ja ;)
Wir ignorieren die Stadt soweit es geht und mieten uns einen Motorroller um Schauplaetze des zweiten Weltkrieges zu besuchen, an denen hier auf der Insel Guandacanal neben abgeschossenen Flugzeugen auch jede Menge Panzer und Kanonen zu finden sind. Diese wurden von der US Army nach dem Krieg einfach zurueck gelassen und nicht wie in Vanuatu im Meer versenkt.
Schreckliche Material Schlachten zwischen Japanern und US Soldaten tobten besonders auf Guandacanal und kosteten Zehntausenden von Soldaten das Leben.
Ueberall finden sich nicht nur Panzer, Trucks, Flugzeuge und Kanonen, sondern auch abertausende Blinggaenger von Bomben oder Minen, die bis heute noch aktiv und in unglaublich guten Zustand sind.
Ein Bombenraeumkommando ist fast taeglich im Einsatz um die Hinterlassenschaften der USA und Japan zu entschaerfen.
Wir haben die schlecht bezahlten , aber gut ausgebildeten Jungs besucht und viel ueber das Thema erfahren.
Wir wollen euch nicht langweilen, schaut euch einfach die Bilder an, diese sprechen fuer sich!

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