MILLION DOLLAR POINT

13. Oktober 2016, Donnerstag
15° 31' 18" S, 167° 14' 41" E



War wohl nix mit nem komfortablen Ankerplatz, also sind wir nach Osten gesegelt zur Insel Espiritu Santo.
Waerend des zweiten Weltkrieges tobten Schlachten zwischen den Japan und den USA besonders hier im Norden Vanuatus und den Salomonen.
Wie man Amerika kennt waren es in erster Linie Materialschlachten, schliesslich verdient man ja auch am Krieg und er haelt die Wirtschaft in Schwung.
Doch irgendwann ist der Krieg zu Ende...wohin mit all dem Material?
Zurueck in die USA zu transportieren waere zu teuer gewesen, abgesehen davon dass man das Zeugs gar nicht mehr benoetigte.
Also baute man eine Rampe in der Naehe von Louganville und versenkte einfach alles im Meer.
Von Cola und Bierflaschen ueber Ersatzteile, Panzer, LKWs, Jeeps, Baumeterial, nagelneue Flugzeugmotoren, Millionen von Dollar einfach im Meer versenkt!
Nach ueber 70 Jahren ist nicht mehr viel uebrig, aber dennoch finden sich bei Ebbe noch jede Menge Kriegsgeraet deren Zweck noch erkennbar ist und unter Wasser, wo der Sauerstoff fehlt, gibt es noch jede Menge relativ gut erhaltenes Kriegsgeraet.
Was anfangs aussieht wie Lavagestein entpuppt sich schnell als Uberreste von Metall. Gewehre und Kanonen werden von der Natur recycelt und in ihren Urzustand zurueck versetzt.
Auch finden sich hier und da Flugzeugwracks unter Wassr.
Wir fanden die Ueberreste von zwei Kriegsflugzeugen die vor ueber 70 Jahren in der Luft zusammengestossen sind im Urwald und wir stellen uns vor was fuer ein Wahnsinn sich auf diesen friedlichen Inseln damals wohl abgespielt hat waerend auch Europa brannte.
Schliesslich kommen wir zu dem Schluss: Frueher war doch nicht alles besser!

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