Grausamer Tod eines Segler Freundes

29. April 2015, Mittwoch
16° 45' 7" S, 179° 19' 27" E


Bevor der Eindruck entsteht wir waeren faul geworden, schnell noch ein aktueller Logbucheintrag.
Die vergangenen Wochen in Savusavu sind recht traurig verlaufen, da es zu einem ploetzlichen Todesfall in der Seglergemeinde kam. Ein Kanadischer Segler, der in Fidschi seine Heimat gefunden hat, heiratete und einen kleinen niedlichen Sohn sein eigen nennt, kam auf unglaublich tragische Weise ums Leben.
Wie ihr aus einem der vergangenen Logbucheintraege wisst, gibt es in Savusavu kochend heisse Quellen, einige davon muenden ins Meer.
An einer Stelle ist der Strand Felsig und in den Felsen sind Pools, in denen bei Ebbe die Einheimischen ihr Essen kochen. Ausgerechnet an so einer Stelle fiel unser Freund nachts so ungluecklich und landete mit dem Kopf auf dem Felsen und fiel bewusstlos. Mit dem ganzen Koerper ins siedend heisse Wasser.
Da er alleine unterwegs war, weiss niemand wie lange er dort lag.
Nachdem man ihn geborgen hatte, waren 68% seines Koerpers buchstaeblich bei lebendigem Leibe verkocht.
Ich brauche hier wohl nichts ueber seine Schmerzen zu schreiben, denn die kann sich wohl kaum jemand von uns vorstellen. Kein Arzt der Welt haette ihm helfen koennen und so starb unser Segelfreund nach 3 grausamen Tagen und hinterlaesst Frau und Kind.
Nun versteht ihr eventuell, warum es etwas an der Motivation gefehlt hat Logbucheintraege zu schreiben.
Die Zyklonsaison nun vorbei, wir habne Savusavu endgueltig verlassen und sind bei Starkwind in Richtung Suva und danach weiter ins Touristen Mekka Denerau gesegelt.
Denerau/Vuda Point sind auf Fidschi der einzigen Orte, an dem man seine Yacht an Land holen lassen kann, um Reperaturen und Antifouling Anstriche durchzufuehren.
Es liegt also eine Menge Arbeit an, um Odin fuer die kommende Segelsaison, die uns nach Neu Kaledonien und Vanuatu fuehren soll, fit zu machen.

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