Shit happens

14. Oktober 2014, Dienstag
18° 2' 9" S, 177° 16' 52" E


Verdammte Scheisse!
So ein Mist!
Das darf doch nicht wahr sein!
Doch der Reihe nach:
Nachdem wir uns wochenlang faulenzend in der Mamanuca Gruppe, der Touristischen Westseite des Fidschi Archipels rumgetrieben hatten, wollten wir nun in Richtung Wallis aufbrechen, um von dort, mit einem neuen Visa auf die Fidschis zurueck zu kehren.
Alles war vorbereitet, das Schiff verproviantiert, als wir frueh am Morgen, mit dem ersten Sonnenlicht unter Motor unseren geschuetzten Ankerplatz verliessen.
Ploetzlich Ueberhitzungsalarm vom Diesel.
Zack, war ich im Motorraum und dort gabs ne Riesensauerei. Ueberall tropfte Rostwasser von den Waenden und Geraeten.
Scheisse, Scheisse, Scheisse!
Natuerlich war die Bruehe kochend heiss. Also Motor aus und auf Fehlersuche gehen.
Gar nicht so einfach, wenn es ueberall tropft.
In der Duenung der offenen See schaukelte das stehende Schiff so stark, dass es unmoeglich war im heissem Motorraum zu arbeiten, ohne sich zu verbrennen. Also Kuehlkreislauf mit Wasser auffuellen und zurueck in die Bucht, Schadensanalyse!
Grund fuer die Sauerei war das an einer Stelle durchkorridierte Thermostat Gehaeuse.
Mist!
Jetzt besorg mal mitten in der Suedsee so ein Ersatzteil fuer nen Perkins Prima M50 Bootsdiesel
Da ist auch nix mit rechts ran fahren und den ADAC rufen. Kurz es war mal wieder Improvisieren angesagt.
Alles ausbauen, begutachten und ueberlegen. (Das bleibt einem, auch als ehemaliger technischer Volldepp nicht erspart ;)
Das Gute am jahrelangen Segeln in entlegenen Gebieten ist, dass man seine McGiver Faehigkeiten entdeckt und entwickelt.
Mit dem Bus ging es nach Nadi, eine der groesseren Staedte Fidschis, wo es auch einige Laeden gibt, die billige Autoersatzteile verkaufen.
Klaro bekamen wir unser Teil nicht, aber Metall Epoxy. Damit gelang es den Schaden zu beheben.
Tja, meine Lieben: Auch dies ist ein Teil des Fahrtensegels. Seid sicher, die naechste Herausforderung wartet.

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