Beqa Island

12. November 2012, Montag
18° 23' 30" S, 178° 9' 3" E


Was ist es doch für ein wundervolles freies Gefühl, wenn nach all den Wochen vor Anker, der Bug des Schiffes wieder durch die Wellen pflügt und Wind die Segel füllt.
Nach einem kurzen Aufenthalt, in der Bucht von Lumbalekeleka, wo wir das neue Thermostat eingebaut haben (unglaublich, wir haben es in Suva bekommen), haben wir Kurs Südwest genommen, Ziel: die kleine Insel Beqa.
Kaum 50 Km von Suva entfernt und doch finden wir hier eine ganz andere Welt.
Die Zeit steht still und das Leben folgt dem Rhythmus der Natur.
Keine Straßen, lediglich Trampelpfade verbinden die beiden Dörfer.
Nun, ein solches Dorf zu besuchen ist nicht so ganz einfach:
Man sucht sich, bevor man die Siedlung betritt, den Spokesman und überreicht ihm als Gastgeschenk ein Bündel Kava Wurzeln.
Der geht dann mit diesen, und uns, zum Chief des Dorfes und bittet in unserem Namen darum das Dorf und die Insel besuchen zu dürfen.
Etwas blabla mit dem Dorfchef, woher, wohin, ist es kalt wo ihr her kommt etc. und schon sind die „Formalitäten“ erledigt.
Obwohl alles recht einfach ist, die Häuser weder über Strom noch über Möbel verfügen, sind die Menschen unglaublich fröhlich, liebenswert und gastfreundlich.
Natürlich werden wir auch am Abend zum Kava trinken eingeladen.
Das Zeug betäubt den Mund, die Wirkung ist wie die von Alkohol, man wird recht „langsam“ . Allerdings nen Rausch bekommt man nicht, ist eher wie schlechtes Gras rauchen ;o)
Na , und der Geschmack.....ich würd mal sagen, das ist ne Mischung zwischen dem Putzwasser einer Autowerkstatt und dem einer schlammigen Waldpfütze.
Zur Kava Zermonie, sitzt man am Boden im Kreis, trinkt die Brühe aus einer Kokosnuss Schale, welche die Runde macht, jedes mal in einem Zug aus, klatscht davor einmal, danach zweimal in die Hände und macht dazu ein anerkennendes Gesicht.
Na, denn Prost!

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