Lotteria del mar

08. Oktober 2010, Freitag
9° 35' 4" N, 78° 47' 40" W


Wie wir in einem der letzten Logbuch Einträge schon geschrieben hatten, stammen die Kuna Indianer ursprünglich vom Festland und sind erst vor ca. 400 Jahren vor den spanischen Inquisatoren und der katholischen Mutter Kirche auf diese abgelegenen Inseln geflohen.

Die meisten leben von Fisch und Kokosnuss und es gibt keinerlei Möglichkeiten zum reich werden. Dennoch sieht man immer öfter Einbaumkanus mit Aussenbordmotoren.
Wir haben uns gefragt: „Woher kommt das Geld????
Sind Kokosnüsse an der Börse neuerdings so begehrt wie Gold oder Rohöl???“
Das Zauberwort heißt Lotteria del Mar (Lotterie des Meeres).
Die Inseln des San Blas Archipels liegen mitten in der Kokain Schmuggler-Route der kolumbianischen Mafia. Wenn die Drogenkuriere von der Polizei aufgebracht werden, werfen sie die Pakete kiloweise über Bord.

Diese werden oft von Kuna Indianern gefunden. Die Drogenbosse zahlen den Indianern 1200,- $ US pro gefundenes Kilo, dessen Wert auf dem europäischen oder amerikanischen Drogenmarkt bei über 150 000,- US$ liegt.
Die Kunas tun übrigens sehr gut daran der Mafia ihr Hab und Gut zurück zu geben – denn hier in Südamerika ist man nicht gerade zimperlich was ein Menschenleben betrifft.
Es gibt übrigens auf dem Festland auch Kunas mit Autos und ansehnlichen Steinhäusern... Die haben wohl bei der Lotteria del mar einen zentnerschweren Hauptgewinn an Land gezogen ;o)))

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