Kevin allein im Boot

09. August 2010, Montag
Position unbekannt


Segeln bedeutet für uns nicht nur das Entdecken von Ländern und Orten die man als Pauschal-Tourist nie kennenlernen würde, es bedeutet auch gleichgesinnte mit der Liebe und der Sehnsucht zum Meer zu treffen, deren Vorgeschichte oftmals Stoff für einen Roman wäre.

Kevin aus Kanada ist so ein Typ.
Eines Tages wachte er auf und hatte seinen Alltagstrott satt. Er kündigte seinen Job und seine Wohnung, hob alles Geld von der Bank ab (was nicht sehr viel war) und reiste als Backpacker durch Südamerika.
Ob als Straßenmusiker, Computer-, Motoren oder Sonstiges-Reparierer, irgendwie kam er immer wieder zu Geld.
Durch Zufall fand er eine 40 Jahre alte, kleine und verrostete Stahlyacht und von da an beschloss er zu segeln.
Ohne jegliche Vorkenntnisse aber mit mehr Glück als Verstand, brachte er sich alles im harten Selbsttraining bei.
Zwei Entmastungen, eine Riffstrandung aus der ihn andere Segler retteten, zählten unter anderem zu den „Ausbildungs-Abenteuern“.
Kevin besitzt kaum mehr Geld, fängt Fische und Langusten, erledigt für ein paar Dollar Arbeiten auf anderen Schiffen oder schippert Backpacker durch die Gegend. Ansonsten lebt er nach dem Motto „Morgens ein Joint und der Tag ist dein Freund“.
Er könnte jederzeit zurück nach Kanada und wieder einen gut dotierten Job in der Computer-Branche annehmen. Will er aber nicht, er fragt sich – wozu?
Er ist beneidenswert glücklich mit seinem alten Schiffchen und genießt jeden Tag hier im Paradies.

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