Piraten der Karibik

16. Juni 2010, Mittwoch
Position unbekannt


Piraten sind nicht immer nur eine romantische Hollywood-Phantasie a la Johnny Depp, sondern leider Weltweite Realität. Auch hier in der Karibik.
Ob organisierte Verbrecherbanden oder bettelarme oftmals Drogenabhängige Fischer die nichts zu verlieren haben, sie ergreifen jede Gelegenheit die sich bietet.
Eine Yacht – und sei sie noch so klein, stellt für diese Menschen unglaubliches Vermögen dar.
Diese Schiffe zu plündern ist noch die harmlose Variante.
Entführungen mit Lösegelderpressungen oder die Zeugen „beseitigen“ die unangenehmere Variante.
Aus diesem Grund ist die Diskusion über Schusswaffen an Bord unter den Seglern eine recht lebhafte.

Vor einigen Tagen kam hier eine 9m kleine Amerikanische Yacht an. Ein Schiffchen welches wirklich nicht aussieht als ob der Besitzer Multimillionär wäre.
Dennoch wurde dieses kleine Segelschiff Opfer eines Piratenüberfalls vor der Küste Nicaraguas.
Bei weitem nicht das einzige was uns auf unserer bisherigen Reise begegnet ist.

Sechs abgerissene Gestalten, bewaffnet mit Macheten und Fischerharken sind mit ihrem Kahn in die kleine Yacht gerammt und haben diese geentert.
Der Skipper ist ins innere des Schiffes geflüchtet und hat sich dort verschanzt, da er gegen 6 - wenn auch „nur“ mit Messern bewaffnete Verbrecher keine Chance gehabt hätte.
Der Seegang war so stark, daß die Gangster es nicht schafften mit ihren Macheten die Tür des Niedergangs auf zu brechen
Aber sie haben alles geklaut was nicht Niet und Nagelfest war.
Alle Seile, Taue, Fender, das Beiboot samt Motor, alle Anker, sogar die Schoten der Segel haben sie gekappt und mitgehen lassen.
Glück im Unglück: Chris,so der Name des Skippers konnte den Rest der Reise unter Motor fortsetzen.

Jetzt wieder zurück zu den Schusswaffen:
Hätte Chris welche gehabt, Pistole oder Gewehr, dann hätte es gereicht diese zu zeigen oder kurz in die Luft zu schießen und die Piraten wären in diesem Falle abgedreht.
Auch wenn sie nichts zu verlieren haben, ihr Leben ist ihnen dennoch lieb.

Jetzt stellt euch selbst die Frage:
Hättet ihr Waffen an Bord wenn ihr eine solche Reise machen würdet?

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