Menorca

21. August 2008, Donnerstag
39° 51' 48" N, 4° 8' 37" E


Tausend Ausreden gibt es um ein Vorhaben zu verschieben.
Bei uns ist es jedesmal das Vorhaben, den Anker für eine größere Überfahrt zu lichten und Orte zu verlassen, an denen es uns gefallen hat.
Vor der Überfahrt müssen dann schnell noch die ein oder andere Bucht, oder Stadt besucht, unbedingt eine Passage gefahren, getaucht, oder auf den richtigen Wind gewartet werden, bevor wir den Absprung schaffen.
Aber jetzt sind wir endlich aif Menorca!
Es war eine schöne und schnelle (38 Std.), wenn auch durch eine konfuse See, etwas ruppige Überfahrt.
Jedoch wurden wir durch fantastische Sonnenauf- und Untergänge, einen traumhaften Sternhimmel und helle Mondnächte mehr als entschädigt.
Und Neptun machte uns noch ein Geschenk der besonderen Art: Unseren ersten auf hoher See gefangenen Thunfisch, der uns nicht von der Angel sprang.
Irgendwie überkam mich doch das Mitleid, als dieses Meisterwerk der Evolution, welches so perfekt an seine Lebensumstände angepasst ist und nur aus Muskeln besteht, um sein Leben kämpft.
Man hält ihn fest und spürt die Kraft in diesm Körper, der sich im Laufe der Jahrmillionen so perfekt seinen Bedürfnissen angepasst hat.
Aber aus dem Meisterwerk der Evolution soll ja schließlich ein Meisterwerk der Bordküche werden, also etwas Schnapps hinter die Kiemen (vom Fisch, versteht sich!) und tot ist er. Ausnehmen, filetieren und ab in den Kühlschrank.
Geteilt wird der Thuna heute Abend mit Uli und Imke von der Eiland, denn Imke hat heute zum 21. Mal ihren 30. Geburtstag, sowie mit Johannes und Dominik, die mit ihrer Dorasy spontan doch noch mit auf die Ballearen kamen, um mit Imke anzustoßen.
Die Freiheit unter Seglen ist halt doch was Feines!!!

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