Wiedersehen mit Hannes und Sabine

12. August 2008, Dienstag
40° 17' 16" N, 8° 27' 14" E


Und immer wieder stellen wir fest: Die Welt ist ein Dorf!
Zumindest ist es in der Seglerszene so, dass jeder jeden kennt, oder irgendjemand jemanden kennt, der jemanden kennt, den man auch kennt.
In Bosa hatte eine Deutsche Yacht neben uns geankert, die wir in der Torro del Conte Bucht wiedergetroffen haben.
Ja und die kannten jemanden mit unserem Schwesterschiff aus Österreich. Ob wir die wohl auch kennen? Das Schiff heißt Cayenne. Na und ob!
Johannes hat Hannes und Sabine in Kroatien kennen gelert und war natürlich sofort begeistert, dass auch wir mit ihnen befreundet sind. Unter Seglern ist es wie unter Indianern: Deine Freunde sind auch meine Freunde.
Johannes lebt acht Monate im Jahr auf seiner Dorasy.
Bis vor ein paar Jahren hat er wie ein gestörter gearbeitet, hat all seine Arbeitskraft in sein Autohaus gesteckt.
Eines Tages verunglückte er so schwer mit dem Motorad, dass er um haaresbreite sein Leben und sein linkes Bein verloren hätte. Ab da dachte er über seinen Stress und den Sinn des Lebens nach. Seit dieser Zeit lebt er acht Monate im Jahr auf seinem Boot und ist unglücklich darüber, dass es noch keine 12 Monate sind.
Zur Zeit ist sein ältester Sohn Dominik an Bord, angehender Pilot und begeitserter Salsa-Turniertänzer.
Morgen Abend gibt es Salsauntterricht, man will ja als Frau schließlich nicht unvorbereitet nach Südamerika.
Abendessen und jede Menge Wein auf der Odin – Es war ein schöner geselliger Abend. Segler sind halt wie eine grosse Familie. Schön ist es!

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