Nordafrika

09. Juli 2008, Mittwoch
35° 38' 54" N, 10° 50' 56" E


Da sind wir nun, auf dem Kontinent, den viele Mama Afrika nennen.
Wenn man all die Probleme bedenkt, unter denen dieser Kontinent leidet, so kann es sich nur um eine böse Stiefmutter aus einem der Märchen der Gebrüder Grimm handeln.
Tunesien selbst ist eines der eher fortschrittlicheren Länder des Nordens Afrikas und versteht es die touristischen Schätze des Landes zu nutzen.
Abseits der Neckermann Enklaven ist es aber immer noch das Land der stolzen Araber und Berber.
Besonders merkt man dies auf den Märkten, wo ganz orientalischer Tradition, die angebotene Waren, mit für unser Westeuropäisches Empfinden grosser Aufdringlichkeit, versucht werden an den Mann zu bringen.
Daß zum Beispiel das angebotene Fleisch, trotz fehlender Tiefkühltruhe frisch ist, davon kann man sich an den abgehackten Köpfen der armen leckeren Kreaturen überzeugen, die vor dem Laden ausgestellt sind.Glänzen die Augen noch, dann ist das Rondevouz mit dem Metzger, welches für das Tier ja recht unglücklich ausging, noch nicht allzulange her.
Hier wird man gnadenlos daran erinnert, dass die leckeren Steaks, eingeschweißt in Zellophan aus dem westlichen Supermarkt, nicht auf Bäumen wachsen.

Wir selbst liegen zusammen mit Uli und Imke von der „Eiland“ in einer netten, aber recht „lebhaften“ Marina, und da es in Tunesien kaum Buchten gibt, in denen man Ankern kann, werden wir wohl für die nächste Zeit zu Hafenliegern werden.
Das ist doppelt ärgerlich…erstens wegen der anfallenden Hafengebühren und zweitens können wir nicht vom Boot aus ins warme Nass springen, was sich bei fast 40 Grad Hitze als doch sehr vorteilhaft erweisen würde.
Ach ja, das Leben ist hart!

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