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14. August 2018

| 2018-08-14 05:44:37

Uns deutschen wird ja immer eine unbaendige Liebe zum ebensolchen deutschen Wald nachgesagt.
Nun als ich ein Kind war nervte mich genau dieses teutonische Gestruepp, da mich mein Grossvater jeden Sonntag, wenn es nicht regnete, genau in diese Ansammlung von Holz produzierenden Gewaechsen zerrte.
Was kann ein Kind schon doofen alten Baeumen abgewinnen? Pffffft!

Mittlerweile bin ich fast erwachsen und werde noch immer in den Wald, oder besser gesagt Urwald gezerrt.
Jedoch nicht mehr durch den Odenwald, sondern durch die unberuehrten Urwaelder der vielen Inseln um Langkawi.
Freldelyn kann stundenlang bei drueckenden Temperaturen durch den Dschungel streifen, so wie jede normale Frau durch Einkaufsstrassen.
Im laufe der Jahre habe ich gelernt Baeumen und vor allen Dingen der Natur doch etwas abzugewinnen, sehr viel sogar!
Dazu kommt, dass die Gegenwart von Frel ist auch interesanter als die von Opa mit seinen Wanderliedern in denen in irgendeinem Wald der Wind so kalt pfeifft!

Wobei, das mit dem kalten Wind kaeme jetzt bestimmt gut. ;)

 

5. August 2018

| 2018-08-05 04:24:30

Ups, wie schnell doch drei Monate vergehen...

Unser Visa fuer Malaysien ist abgelaufen und wir muessen das Land fuer mindestens 7 Tage verlassen , um fuer 3 Monate wieder einreisen zu duerfen.
Allerdings gilt dies nur fuer einen deutschen Pass bezw. Paesse aus der EU oder USA.
Frel kann zwar ohne Visa einreisen, aber als Asiatin ohne Visa nur einen Monat bleiben.

Also waehlen wir wieder die Version mit der Botschaft, lassen Odin vor Anker und reisen mit der Faehre an Thailands Westkueste und von dort aus mit dem Leihwagen an die Ostkueste nach Songkhla, wo sich die Malayische Botschaft befindet.

Wie ich beim letzten Besuch im Sueden Thailands schon geschrieben hatte , gibt es hier kaum Tourismus und man erlebt Thailand pur. Konversation mit Haenden und Fuessen, da die Thais keine Fremdsprache beherrschen und wir kein Thai, aber irgendwie klappt es.

Es ist Koenigs Geburtstag, was von den Thais immer gross gefeiert wird und so stuerzen wir uns ins treiben, probieren befremdliche Speisen, schauen uns schrecklich kitschige Misswahlen an, oder lassen uns von Karaoke Versuchen talentbefreiter Einheimischer auf verschiedenen Buehnen foltern.

Aber seht am besten selbst die Bilder.

 

25. Juli 2018

| 2018-07-23 03:27:53

Wir schwelgen im Luxus!
Luxus bedeudet auf einer Fahrtenyacht unlimmited supply of freshwater, also Suesswasser in rauhen Mengen zur verfuegung zu haben.
Wir ankern vor einer Insel, die wir Doggy Island getauft haben.
Dort gibt es neben ausgehungerten und ausgemergelten Hunden auch eine ehemalige Umkleidemoeglichkeit und Duschen fuer die wenigen Touristen die sich hierher verirrt hatten. Umkleide, Duschen, Toilette, alles zerfallen und teilweise vom Urwald ueberwuchert, aber das Quellwasser fliesst nach wie vor in Kaskaden aus Bottichen.
Sauber und fuer unser Empfinden eiskalt, ca. 25 Grad ist es ein absolutes Vergnuegen so verschwenderisch mit Trinkwasser umzugehen.
Fuer uns und jeden anderen Fahrten Segler LUXUS PUR!

Die Hunde der Insel sind ausgezehrt und abgemagert.
Zwar kommen ab und zu einheimische Fischer auf die Insel um zu rasten oder sich mit Trinkwasser zu versorgen, aber wie ihr wisst gelten Hunde im Islam als unrein und so ist das einzige was diese armen Tiere von den Fischern abbekommen ein paar Tritte oder geworfene Steine.
Manchmal haben die Hunde Glueck und die Fischer lassen ihre Essensabfaelle in Form von Fischkoepfen oder Graeten zurueck, dann wird sich um die Reste gestritten.

Jedesmal wann wir an Land fahren bringen wir den Hunden etwas zum Essen.
Glaubt mir, sie bestehen nicht auf Pal Pedigree! Sie fressen alles! Trockenes Brot, Reis, Nudeln, Kartoffelschalen, alte Bananen, oder was immer aus unserer Kombuese uebrig bleibt bezw. Was wir entbehren koennen.

Wir ankern weit vor der Insel, aber sobald wir den Aussenborder des Beibootes anlassen kommen sie aus allen Ecken der Insel in freudiger Erwartung auf Futter oder einer Streicheleinheit an unseren Landeplatz gerannt.

Wir versuchen ein bis auf die Knochen abgemagertes Weibchen die irgendwo im Dschungel ihre Jungen versteckt, bevorzugt zu behandeln, allerdings scheint sie nicht immer die Kraft zu haben zum Landeplatz zu kommen. So fuettern wir meist die ohnehin staerksten.
Survival of the fittest!

Bestaetigung der darwinschen Theorie.

 

9. Juli 2018

| 2018-07-09 03:47:59


Mannomann was bin ich fuer ein fauler Hund , sollte man denken.
Ueber einen Monat keinen Logbucheintrag und keine Bilder!

Nun, dies liegt nicht an dem zu verarbeitenden Schock ueber das Abschneiden des Fussball Soeldner Teams unter deutscher Leitung, sondern an der Regenzeit, die das Fotografieren manchmal etwas schwierig macht und zum anderen daran, dass wir euch die meisten Inseln hier in Langkawi schon vorgestellt haben und zwei mal das gleiche ist halt auch nicht so prickelnd.

Andrerseits gibt es Zeitgenossen , die jedes Jahr zum gleichen Urlaubsziel Mallorca, Ibiza oder Tuerkei reisen ohne nen Langeweile Koller zu bekommen. ;)

Nun, es gibt doch noch ein paar Plaetze an denen wir hier im Archipel nicht waren und ich gelobe hiermit Besserung, dass die Abstaende zwischen den einzelnen Blogs nicht mehr so lange sein werden.

 

29. Mai 2018

| 2018-05-29 07:02:02


Die Regenzeit naehert sich unaufhaltsam. Die Temperaturen steigen weiter genauso wie die Luftfeuchtigkeit.
Es ist 22 Uhr am Abend als ich diese Zeilen schreibe und das Thermometer zeigt noch immer 31 Grad!
Natuerlich sind dies keine neuen Erfahrungen fuer mich, nach fast 11 Jahren sollte man daran gewoehnt sein, aber was hier in Sued Ost Asien fehlt, ist der bestaendige Passat Wind wie in der Karibik oder der Suedsee, der die schwuele Hitze ertraeglicher macht.
Aber was solls, immer noch besser als zu frieren oder sich ueber deutsche Politik aufzuregen und wozu gibt es schliesslich Ventilatoren an Bord.

Die Hitze haelt uns jedoch nicht davon ab die Vielseitigkeit der einzelnen Inseln weiter zu erkunden.
Auf einer Insel oestlich der Hauptstadt Khua fanden wir eine interesante Fischerhuette, zusammengezimmert aus den verschiedenen Treibgut Gegenstaenden, die es hier haufenweise gibt. Mit anderen Worten, gezimmert aus angeschwemmten Abfall.

Dennoch hat die Huette etwas liebevolles, so wie sie da zusammengeschustert einsam auf der Insel steht, denn Fischer trafen wir keine.
Dafuer direkt hinter dem Haus ein Sumpf bezw. Mangrovengebiet in welches mich Freldelyn mal wieder unbedingt schleifen wollte.
Warane, Affen, Schlammspringer, Schlangen, Riesenschnecken, bunte Voegel. Meist jedoch ist die Kamera viel zu langsam, oder besser gesagt der Kameramann oder die Kamerafrau, um alles im Bild festzuhalten.
Es ist unglaublich welche Vielfalt an Leben diese kleinen unbewohnten Eilande in diesem Naturschutzgebiet rund um Langkawi bieten und wie gut ein kaltes Bier dann an Bord nach so einer Saunaexpedition schmeckt.