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9. Juli 2018

| 2018-07-09 03:47:59


Mannomann was bin ich fuer ein fauler Hund , sollte man denken.
Ueber einen Monat keinen Logbucheintrag und keine Bilder!

Nun, dies liegt nicht an dem zu verarbeitenden Schock ueber das Abschneiden des Fussball Soeldner Teams unter deutscher Leitung, sondern an der Regenzeit, die das Fotografieren manchmal etwas schwierig macht und zum anderen daran, dass wir euch die meisten Inseln hier in Langkawi schon vorgestellt haben und zwei mal das gleiche ist halt auch nicht so prickelnd.

Andrerseits gibt es Zeitgenossen , die jedes Jahr zum gleichen Urlaubsziel Mallorca, Ibiza oder Tuerkei reisen ohne nen Langeweile Koller zu bekommen. ;)

Nun, es gibt doch noch ein paar Plaetze an denen wir hier im Archipel nicht waren und ich gelobe hiermit Besserung, dass die Abstaende zwischen den einzelnen Blogs nicht mehr so lange sein werden.

 

29. Mai 2018

| 2018-05-29 07:02:02


Die Regenzeit naehert sich unaufhaltsam. Die Temperaturen steigen weiter genauso wie die Luftfeuchtigkeit.
Es ist 22 Uhr am Abend als ich diese Zeilen schreibe und das Thermometer zeigt noch immer 31 Grad!
Natuerlich sind dies keine neuen Erfahrungen fuer mich, nach fast 11 Jahren sollte man daran gewoehnt sein, aber was hier in Sued Ost Asien fehlt, ist der bestaendige Passat Wind wie in der Karibik oder der Suedsee, der die schwuele Hitze ertraeglicher macht.
Aber was solls, immer noch besser als zu frieren oder sich ueber deutsche Politik aufzuregen und wozu gibt es schliesslich Ventilatoren an Bord.

Die Hitze haelt uns jedoch nicht davon ab die Vielseitigkeit der einzelnen Inseln weiter zu erkunden.
Auf einer Insel oestlich der Hauptstadt Khua fanden wir eine interesante Fischerhuette, zusammengezimmert aus den verschiedenen Treibgut Gegenstaenden, die es hier haufenweise gibt. Mit anderen Worten, gezimmert aus angeschwemmten Abfall.

Dennoch hat die Huette etwas liebevolles, so wie sie da zusammengeschustert einsam auf der Insel steht, denn Fischer trafen wir keine.
Dafuer direkt hinter dem Haus ein Sumpf bezw. Mangrovengebiet in welches mich Freldelyn mal wieder unbedingt schleifen wollte.
Warane, Affen, Schlammspringer, Schlangen, Riesenschnecken, bunte Voegel. Meist jedoch ist die Kamera viel zu langsam, oder besser gesagt der Kameramann oder die Kamerafrau, um alles im Bild festzuhalten.
Es ist unglaublich welche Vielfalt an Leben diese kleinen unbewohnten Eilande in diesem Naturschutzgebiet rund um Langkawi bieten und wie gut ein kaltes Bier dann an Bord nach so einer Saunaexpedition schmeckt.

 

17. Mai 2018

| 2018-05-17 06:01:39


Vor vielen Jahren hatte ich interessehalber mit meiner damaligen Freundin mal ne Kreuzfahrt gemacht.
Doch von Glanz und Gloria der Schiffsreisen in meiner Fantasie blieb nur der Eindruck von Massentourismus auf engstem Raum.
Mit romantischer Seefahrt oder gar nem Hauch von Abenteuer hatte das nichts zu tun
Gehetzte Ausfluege mit Zeitlimit, immer in Gruppen mit nervenden Mitreisenden, alles bis ins kleinste organisiert und alles ist jedesmal extra zu zahen.
Im Prinzip empfand ich das Kreuzfahrtschiff als schwimmendes Ghetto.

Der Traum der Kreuzfahrt ist zum billigen Massentourismus geworden!
Aber es geht auch anders:
Vor Langkawi lag die Star Clipper, ein wunderschoener Segler fuer den gehobenen Geldbeutel, wer es sich leisten kann sollte eine solche Schiffsreise auf jeden Fall den schwimmenden Stahlghettos vorziehen!

Dennoch, kein Vergleich zum eigenen Kiel.
Denn mit diesem sind wir unabhaengig von allem organisierten, geplanten und den Massen anderer Menschen.
So segeln wir von Insel zu Insel, besuchen Buchten, einsame Straende oder durchstreifen Dschungel und die einzigen Menschen denen wir begegnen sind manchmal andere Segler oder freundlich winkende Fischer in ihren kleinen knatternten Booten auf ihrem Weg zu den Fanggruenden.
Wir sind im Sueden der 2. groessten Insel des Langkawi Archipels, Palau Dayang Buting.
Abends, wenn die Hitze des Tages etwas nachlaesst, kommen neugierige Affen oder Otter an den Strand oder an den Rand des Dschungels, der bis zum Meer reicht.
Wir beobachten sie von Bord aus.
Hier und da durchstreifen Delfine gemaechlich die Bucht, waehrend im Westen die Sonne untergeht und das Abendliche Konzert des Dschungels fuer die musikalische Untermalung sorgt.

Ich denke an Roy Black und Anita, an die Biene und das Stachelschwein,
schoen ist es auf der Welt zu sein ;)

 

8. Mai 2018

| 2018-05-08 03:29:34

Schweiss rinnt mir nach einiger Zeit in Stroemen aus allen Poren.
32 Grad im Schatten des Urwaldes, kein bisschen Wind und 92 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Wir sind im inneren der Insel Palau Singa Besar, eine der 99, vor unberuehrter Vegetation strotzenden Inseln um Langkawi.

Wir hatten von einem wunderschoenen Wasserfall in der Mitte der Insel gehoert, der Cascaden von kaltem Wasser ueber Felsen rauschen laesst.
Da das Wasser im Meer bereits 28 Grad warm ist, sehnen wir uns nach einer solchen Abkuehlung im Frischwasser.
Wir bereiten einer Tiergattung eine grosse Freude mit unserem Besuch, die sich auch mit Vergnuegen auf uns stuerzen um uns in dem feuchtheissen Urwald willkommen zu heissen: Mosquitos!

Dennoch ist es wunderschoen diese unberuehrte Natur zu erleben, auch die kleinen weniger spektakulaeren Dinge wie Pilze oder Insekten am Urwaldboden wahrzunehmen.

Eine kleine Enttaeuschung war allerdings dann doch der Wasserfall den wir irgendwann fanden.
Die Wassermassen unserer Fantasie hatten sich in der Realitaet als mehr oder weniger kleines Rinnsal entpuppt.
Tja, unser Fehler! Wir befinden uns am Ende der Trockenzeit, da ist nicht viel mit Wassermassen.
Aber wenigstens war es erfrischend kalt!

 

2. Mai 2018

| 2018-05-02 04:30:36

Wir sind am Ende unseres Visa runs im tiefen Sueden Thailands angekommen.

"HELLO" ruft es aus zahlreichen Kinderstimmen als wir, nachdem wir unseren klapprigen Leihwagen in Satun zurueckgebracht hatten und zu Fuss auf dem Weg durch Seitenstrassen ins Hotel waren.
"Hello how are you little guys?" gebe ich an die kleinen Rabauken zurueck.
"HELLOOOOOO" und kichern ist die Antwort.
Ganz klar, mit dem Hello waren ihre Fremdsprachenkenntnisse dramatisch erschoepft.

Nun ist es Zeit mit meinen aussergewoehnlichen Faehigkeiten im Bereich der Kindeserziehung fuer mehr Bildung zu sorgen!
"Hello Hello" rufe ich und der kleine auf Distanz bedachte Papageienchor der Mini Thai Gang stimmt lachend ein und macht Gebrauch von der genialen Wortkombination HELLOHELLO und erweitert so seinen Fremdsprachenschatz.

Wir spueren hier; in dem vom Tourismus noch nicht verdorbenen tiefen Sueden Thailands noch die Herzlichkeit der Siamesen so wie ich sie bei meinem ersten Besuch vor mehr als 30 Jahren im ganzen Land empfand.

Welch ein Unterschied zu den vom Tourismus versauten Traumzielen Bangkok, Pattaya, Phuket usw. wo fast nur noch Geld ein Laecheln auf die Lippen zaubert.

Wir haben Satun , Songkhla und Hat Yai auf dieser kurzen Reise besucht, die wie gesagt in unserem Reisefuehrer als "bedenklich" oder gar "gefaehrlich" aufgelistet waren.

Was wir erlebten waren Moscheen und Tempel friedlich nebeneinander, keinerlei Stress. organgene Moenche sind im Stadtbild genauso selbstverstaendlich wie vollverschleierte Frauen die uns in ihrem schwarzen Dress an Ninjas erinnern ;).
Diejenigen die Unruhe stiften sind Politische oder pseudo religioese Organisationen, machtgierige Halsabschneider, welche die Naivitaet glaeubiger Menschen missbraucht.
Dass es hier (abgesehen von einzelnen Idioten) nicht zu grossen Gewaltexzessen kommt wie im nahen oder mittleren Osten, liegt wohl an der eigentlich friedlichen Mentalitaet der Asiaten.

Lediglich vereinzelte Strassensperren mit Millitaerposten und strenge Auto und Ausweiskontrollen beim Besuch von Shoppingcentern zeugen von Spannungen die wohl auch nur unter den Politikern herrscht.
FAZIT:
Der tiefe Sueden Thailands, die Provinz Songkhla ist gewiss nichts fuer Pauschal und all inclusive Urlauber oder Ballermann Gesichter die in Bars und Discos mit billigem Suff die Sau rauslassen wollen, aber wer Thailand ohne Massentourismus erleben will, so wie es wirklich ist, darueber hinaus Thai spricht, oder sich mit Haenden und Fuessen unterhalten kann, dem koennen wir diese Gegend nur empfehlen.