Kuba

08. Februar 2010, Montag
19° 59' 38" N, 75° 49' 39" W


Welche romantischen Vorstellungen verbinden doch die meisten von uns mit diesem Land.

Nach drei Tagen Überfahrt sind wir in Santiago de Kuba gelandet und haben die ausufernste Bürokratie unseres bisherigen Lebens kennengelernt.

Ganze Völkerwanderungen von Bürokraten gab es auf der Odin beim Einklarieren.

Zunächst kam die Gesundheitsbehörde mit OP-Masken an Board und untersuchte unseren „Seuchendampfer“. Danach jede Menge Formulare.
Es folgte die Einwanderungsbehörde mit noch mehr Formularen, dann das Veterinäramt, die Landwirtschaftsbehörde, anschließend eine Behörde deren Sinn ich nicht Verstanden habe, danach der offizielle Käfersucher gefolgt vom offiziellen Saatgutsucher.

Der Zoll kam mit Drogenspürhunden, die sich gründlich im Schiff umschauten.
Als wir glaubten wir hätten es überstanden, ging es erst richtig los.
Noch schärfer als die Spürhunde stülpten die folgenden Beamten des Zolls Odin von innen nach aussen und wir lernten Ecken unseres Segelschiffes kennen, von denen wir bisher nichts ahnten.

Ihr könnt euch vorstellen wie nervig es ist, wenn Leute mit grünen Gesichtsmasken (die übrigens jeder trug) in persönlichen und persönlichsten Dingen rumkramen, aber dennoch fühlten wir uns in keinem Moment genervt.

Alle Beamten waren unglaublich freundlich und herzlich und machten ihren Schreibkram selbst und blieben immer bei Ihrer kubanischen Heiterkeit.

Nachdem auch noch der Hafenmeister an Board war, der Marinavertreter und ein weiterer Beamter der Agrarbehörde und tonnenweise sinnlos Papier erzeugt wurde, waren wir endlich einklariert.
PUUHHH!!!


PS. Aufgrund immense schlechter Internetverbindungen gelingt es uns leider nicht neue Fotos einzustellen, wir werden das aber bald nachholen...

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